Was ist Karma?

Was ist Karma?

Karma bedeutet so viel wie „Wirkung“ oder „Tat“ und meint, dass alles was wir tun, Auswirkungen hat. Auf uns selbst und auf andere.

Einmal abgesehen von unterschiedlichen religiösen Sichtweisen, die besagen, dass wir mit unserem Verhalten in diesem Leben unser Sein und Befinden im nachfolgenden Leben beeinflussen werden, möchte ich gern in diesem Beitrag im Hier und Jetzt bleiben.

Was hat Karma mit meinem Alltag zu tun?

Immanuel Kant (1724-1804) hätte es sicher so ausgedrückt:

„Handle nur nach derjenigen Maxime, durch die du zugleich wollen kannst, dass sie ein allgemeines Gesetz werde.“

Umgangssprachlich sagen wir häufig:

Behandle andere so, wie du selbst behandelt werden möchtest.

Andere behaupten:

Was du tust, kommt zu dir zurück. Oder auch: Was du säst, wirst du ernten.

Damit ist erst einmal klar: Tu Gutes! Bleibt nun noch die Frage nach der Motivation. Im allerbesten Fall tust du Gutes aus reiner Selbstlosigkeit oder aus einem Perspektivwechsel heraus. Weil du dich in andere hineinfühlst und dir denkst: „Wenn ich an deren Stelle wäre, was würde ich mir wünschen?“.

Nun fällt es uns aber nicht immer so leicht, selbstlos zu sein. Wir sehen das klassische Beispiel: Eine ältere Dame aus dem Nachbarhaus schleppt sich mit schweren Einkaufstüten ab. Sie tut sich wirklich schwer damit. Wir kommen gerade von der Arbeit, sind gestresst, abgekämpft und wollen nur noch auf die Couch fallen. Karma bedeutet manchmal, sich einen Ruck zu geben. Warum sie nicht ansprechen und ihr die Einkaufstüten bis zur Haustür tragen?  Ich verspreche dir, das Gefühl, jemandem zu helfen, ist um ein Vielfaches befriedigender als drei Minuten eher auf deiner Couch gelandet zu sein.

Es geht auch viel einfacher: Sprich verwirrte Touristen mit Stadtplan an und frage sie, ob du ihnen helfen kannst. Halte jemandem die Tür auf, auch wenn er noch 50 Meter von dir entfernt ist. Es gibt so viele Dinge, die wir tun können, die für uns selbst keinen großen Aufwand bedeuten, für den Anderen aber eine Erleichterung sind.

Manchmal nur aus dem Grund, dass jemand heute freundlich zu einem war.

Wie oft ärgern wir uns, dass andere unfreundlich sind? Wir selbst haben es in der Hand, dies zu ändern. Denn auch das meint Karma: Wenn du die Art veränderst, wie du anderen begegnest, wird sich auch ändern, wie andere dir begegnen. Im positiven wie im negativen Sinne. Was du tust kommt auf dich zurück.

Was ist Karma nicht?

Hast du Sätze wie diese schon einmal gelesen?

  • Karma is a bitch
  • Karma wird das schon richten…
  • Das war Karma!

Wenn dir andere Menschen durch etwas Unangenehmes auffallen und du sagst oder denkst: „Karma wird das schon erledigen!“, dann bedeutet das für dich schlechtes Karma, denn im Grunde sagst du damit, dass du dem Anderen wünschst, dass er für seine Handlungen bestraft werden wird.

Wenn dir selbst etwas Unangenehes widerfährt und du dir sagst oder denkst: „Das war Karma!“, bedeutet das nur, dass dein schlechtes Gewissen sich regt und du vermutest, Karma würde dich für etwas bestrafen von dem du selbst weißt, dass es nicht richtig war.

Karma bestraft nicht.

Karma ist lediglich die Folge deiner Handlungen.

Was Karma ebenfalls nicht ist: Wenn es nicht wirklich selbstlos ist. Und hier wird es tückisch! Wie ich zuvor geschrieben habe, wird es dir ein gutes Gefühl geben, wenn du anderen geholfen hast. Vielleicht wird dir sogar eine Belohnung angeboten. Hinterfrage, wenn du etwas tust, weshalb du es tust. Bist du darauf aus, dass andere sich bei dir bedanken? Strebst du vordergründig an, beliebt zu sein, weil du anderen hilfst? Ist dir sehr wichtig, dass du ein gutes Gefühl bekommst?

Stell dir Folgendes vor:

Du findest auf der Straße ein Portemonnaie mit Geld, Ausweispapieren und allem Drum und Dran. Du siehst, dass der Besitzer gleich in einer Nebenstraße wohnt und möchtest ihm das Portemonnaie zurückbringen. Du klingelst, stehst lächelnd und ein wenig stolz auf deine Ehrlichkeit vor der Tür, übergibst das unangetastete Portemonnaie, der Besitzer lächelt nicht, nimmt das Portemonnaie entgegen, bedankt sich knapp und schließt die Tür vor deiner Nase.

Was ist dein erster Gedanke?

Wahrscheinlich bist du erst einmal entsetzt über so viel Unhöflichkeit. Oder über so viel Undankbarkeit. Du hast das Richtige getan. Sei dankbar dafür, dass es Menschen wie dich gibt!

Karma ist ein Spiegel deiner Seele.

 

How people treat you ist their Karma; how you react is yours. (Wayne Dyer)

 

 

 

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