Wo verlässt du dich selbst, um nicht verlassen zu werden?

Unter dem Hashtag #selfcare oder #selflove finden sich in den Sozialen Medien eine Vielzahl von Einträgen. Allesamt befassen sie sich damit, sich mehr auf sich selbst zu besinnen, zu sich zu kommen und auf sich zu achten.

In Anbetracht der Tatsache, dass ich das Gefühl habe, dass wir Menschen immer mehr an einander vorüberziehen und wir uns oftmals höchstens für die Dauer einer kurzen Begegnung kurz emotional schrammen, klingt für mich ein Aufruf zu mehr Selbstliebe erst einmal etwas befremdlich.

Ein hübscheres Ziel wäre es doch, den anderen anzunehmen wie er ist und ihm mit Liebe und Mitgefühl zu begegnen.

Allerdings habe ich dabei vergessen:

  • Wer andere annehmen möchte, muss zunächst sich selbst annehmen, denn andernfalls suchen wir im Gegenüber die Bestätigung unserer selbst.
  • Wer andere lieben möchte, muss zunächst sich selbst lieben, denn anderenfalls suchen wir nach Liebe und können nicht erkennen, was der Gegenüber in sich trägt und preisgeben kann.
  • Wer anderen Mitgefühl entgegenbringen möchte, muss sich selbst gegenüber Mitgefühl zeigen, denn andernfalls haben wir kein Verständnis für das Empfinden eines anderen Menschen und für die Situation, in der er sich gerade befindet.

Wenn du manchmal an dir zweifelst und du dir nicht sicher bist, ob du gerade den richtigen Weg gehst, mach dir bewusst, dass Zweifeln der Anfang der Gewissheit ist. Zweifle ruhig an dir und beginne dann jedoch zu hinterfragen: Wenn sich das, was ich gerade tue und erlebe nicht gut anfühlt, was ist für mich der richtige Weg? Es kann niemals der Weg sein, den ein Anderer dir vorgibt. Und vielleicht auch kein Weg, den schon viele andere vor dir gegangen sind. Manchmal ist es der Weg, von dem dir jeder abraten würde.

Wenn es dein Weg ist, dann geh ihn.

  • Du brauchst keine Ausrede, um zu tun, was du liebst. Was du tust, macht dich einzigartig.
  • Du kannst nicht alles kontrollieren, aber du hast die Wahl zu entscheiden, wie du auf etwas reagierst.
  • Es ist völlig in Ordnung, „Nein“ zu sagen, wenn du dich mit einer Sache nicht wohlfühlst.
  • Jeder kleine Schritt zählt. Es ist dein Weg und du bestimmst das Tempo.
  • Unterscheide konstruktive Ratschläge von unkonstruktiven Kommentaren.
  • Schütze dich selbst so, wie du einen geliebten Menschen schützen würdest. Das gilt vor allem für dein Herz.
  • Kritisiere dich selbst weniger, sprich dir stattdessen gut zu.
  • Sei dir selbst dein bester Freund und akzeptiere dich wie du bist.
  • Für deine Gefühle musst du dich niemals schämen. Sie machen dich authentisch.
  • Du musst nichts tun, um gemocht zu werden. DU BIST GENUG.

 

Solltest du einmal hadern, dann stell dir folgende Frage:

Wo verlässt du dich selbst, um nicht verlassen zu werden?

Anschließend kehre zu dir zurück.

 

 

 

 

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